Wie so viele andere Dinge des täglichen Lebens auch, hat sich die Kultur des Doppelkopfspiels enorm verändert. Das Spiel sollte nach dem bisher bekannten Geschichtlichen frühestens zu Beginn des letzten Jahrhunderts entstanden sein. War das Spiel zu Beginn und Mitte des vorigen Jahrhunderts noch nicht weit verbreitet, so war es bereits in den 1970er Jahren durchaus in vielen Teilen Deutschlands anzutreffen. Jedoch war das alte deutsche Kartenspiel kulturell bedingt noch fast aus schließlich in nördlichen und westlichen Regionen anzutreffen, dominierte im Süden unter den Kartenzockern doch eher Schafkopf. Doch auch der Süden wurde vom Doko teilweise erfasst, spätestens nach der Installierung des Deutschen Doppelkopf Verbandes und der Deutschen Meisterschaften, die inzwischen bereits seit 1982 jährlich ausgetragen werden. Zwar gibt es im Süden der Republik nach wie vor beliebtere Kartenspiele, doch immerhin ist einigen Menschen in Bayern oder Baden- Württemberg das Doppelkopfspiel doch auch bestens vertraut. Auch eine Bundesliga gibt es inzwischen, in der 16 Teams an zehn Spieltagen Ihre besten Teams ermitteln.

Und wie so vieles in der heutigen Zeit, hat natürlich das Doppelkopf spielen auch dem Internet seine weitere Entwicklung zu verdanken. So waren es zunächst diverse Softwareprogramme, die das Doko spielen auch unter Jugendlichen verbreiten ließ, die bis dahin eher weniger dem Bild des gewöhnlichen passionierten Spielers entsprachen. Und natürlich gibt es heute auch die Online-Versionen des Kartenklassikers .Doch das Internet sorgte nicht nur für eine Ausbreitung des Doppelkopfspiels innerhalb der Republik, sondern auch über die Grenzen hinaus. In vielen Ländern Europas wird inzwischen an- und abgesagt oder erwidert, wobei es in London schon beobachtet wurde, dass dort mit deutschen Ausdrücken in fast perfektem Akzent gezockt wird, ob online oder in Realität.