Wenn man sich heutzutage so in der Landschaft umschaut, so findet man vor allem im Norden der Republik eines der ältesten deutschen Kartenspiele immer häufiger bei Turnieren: Doppelkopf. Ganz gleich ob es reale Events in Gaststätten sind, oder aber Online Turniere, Doppelkopf ist heute wieder, wie man so schön sagt „in“. Doch woher stammt das gesellige Kartenspiel eigentlich? Der tatsächliche Ursprung des Spieles ist leider nicht bekannt. Die Vermutung liegt jedoch nahe, dass Doppelkopf eine Abwandlung des überwiegend in Süddeutschland bekannten Schafkopf oder auch des Skatspiel ist. Das Kuriose und Interessante am Doppelkopfspiel ist, dass sich das erst im Verlauf des Spieles herausstellt, wer mir wem zusammen spielt. Bis ins 14. Jahrhundert kann man zurück verfolgen, dass es in Europa Spielkarten gegeben hat. Damals wurden diese per Hand hergestellt, weswegen sie zunächst recht rar in der Gesellschaft verbreitet waren, sind die Kosten doch recht hoch gewesen. Im Laufe des 15. Jahrhunderts konnte man dann mit damals neuen Drucktechniken die Spielkarten herstellen. Dadurch wurden die Blätter günstiger und verkauften sich immer besser.

Dadurch verbreitete sich das Kartenspielen auch immer mehr. Mit großer Begeisterung waren es dabei vor allem die Männer der Zünfte, die sich in den Trinkstuben trafen und Karten spielten. Aber auch die Bauern haben sich die Zeit mit diesem Spiel vertrieben. So ist auch irgendwann im 18. Jahrhundert das Doppelkopfspiel entstanden. Vor allen in den nördlichen Regionen und dem Rhein- Main-Gebiet wird heutzutage in geselliger Runde bei Getränken und Gesprächen über Gott und die Welt immer noch sehr gern Doppelkopf gespielt. Wie bei so vielen Kartenspielen sind die Spielregeln regional sehr verschieden. Von daher war und ist es immer wichtig, zu Beginn des Spiels festzulegen, nach welchen Regeln gespielt wird. Da es für das Doppelkopfspiel in Deutschland sehr viele Turniere gibt, gründete sich am 27. März 1982 sogar ein Verband des Deutschen Doppelkopfs kurz DDV genannt. Dieser setzt sich für eine Vereinheitlichung der Regeln verstärkt ein.