18, 20 – nein, das ist ja falsch; wir spielen doch kein Skat. Unser Spiel am heutigen Turniertag heißt Doppelkopf . Damit wir aber einen Sieger ermitteln können, müssen wir alle Spiele auswerten. Hierbei zählt natürlich jede Partei die Augen Ihrer Stiche. Wer die meisten Augen auf den Karten erzielt hat, hat die Runde des Doppelkopfspiels gewonnen. Doch aufgepasst, durch die An- oder Absagen verändert sich schnell den Punktestand beim Doppelkopf, oft leider auch zu Gunsten der Gegner!

Besondere Regeln tragen oft dazu bei, dass unverhofft Zusatzpunkte dazukommen, oder man verliert sie auch sehr schnell. Das Doppelkopfspiel besteht aus sehr vielen und abwechslungsreichen Varianten, was auch oft einen besonderen Reiz ausmacht. Allerdings muss so stets darauf geachtet werden, dass vor Spielbeginn sämtliche Regeln und natürlich auch das Auswerten der Spiele klar festgelegt werden, sind die regionalen Unterschiede mitunter doch recht heftig. So kann man beispielsweise festlegen, mit wie viel Punkten man gewonnen hat.

In der vereinfachten Form des Doppelkopfs bilden die Damen den höchsten Trumpf, gefolgt von den Buben. Die höchsten Trumpfe sind dabei die Kreuzdamen, und wer diese auf der Hand spielt dann zusammen. Es kann ja auch sein, dass ein Spieler beide Kreuzdamen hat, dann kann er alleine gegen drei spielen oder sich einen anderen Partner aussuchen. Gewonnen hat die Re-Partei ein Normalspiel, wenn man mindestens 121 Augen erreicht und selbst keine Absagen getätigt hat. Haben Sie keine Ansage gemacht und die Gegenpartei kein Kontra, dann hat man das Spiel auch mit „120“ Augen gewonnen. Haben bei der Auswertung beide Parteien 120 Augen erreicht, so wird über vier Runden der Spielwert verdoppelt, diese sind die sogenannten Bockrunden. Der besondere Reiz bei den Bockrunden ist, dass ein Spiel durch die Verdoppelung sehr schnell gewonnen oder verloren sein kann. Wie man sieht, schon die einfache Punktevergabe ist beim Doppelkopfspiel mitunter nicht einfach.