Bei einer Partie Doppelkopf kann man gleich auf vielen Hochzeiten tanzen. Unter einer Hochzeit versteht man bei dem alten deutschen Kartenspiel, wenn ein Spieler beide Kreuz Damen besitzt, die man auch gerne innerhalb der Doppelkopfwelt als „Alte“ bezeichnet. Sein Spielpartner wird dann der Spieler der Runde, der den ersten Stich innerhalb der ersten drei Stiche macht, der nicht an den Hochzeiter geht. Diesen Stich nennt man dann den Klärungsstich. Wird jedoch eine Hochzeit nicht angemeldet oder macht der Hochzeiter alle drei ersten Stiche, dann wird der Hochzeiter ein Karo Solo spielen. So sehen es zumindest die offiziellen Doko Turnierspielregeln des Deutschen Doppelkopf Verbandes vor.

Landauf, landab wird bei den Hochzeiten jedoch ebenfalls sehr variiert, so dass man durchaus davon sprechen kann, dass ein Tanz auf mehreren Hochzeiten möglich ist. So gibt es zum Beispiel oft die Variante, dass das Solo zum Beispiel gar nicht angesagt wird. In dem Fall spielt der Hochzeiter dann also ein Stilles Solo. Es gibt aber auch landläufige Doppelkopf-Varianten, bei denen der Hochzeiter beispielsweise seinen Spielpartner auch indirekt wählt, indem er sich dafür entscheidet, dass der Spieler mit ihm spielt, der aus den ersten drei – oder manchmal sogar fünf Stichen – einen Trumpf-Stich oder einen Fehl-Stich landet. Auch gibt es regionale Varianten, bei denen nicht die Art des Stichs entscheidend ist, wer mit dem Hochzeiter spielt, sondern das Ausspielen einer bestimmten Karte wird angesagt.
Gelingt es jedoch nicht, einen Partner für den Hochzeiter zu finden, dann folgt wie gesagt das Solo, das unter den meisten Doppelkopfspielern natürlich nicht so beliebt ist. Aber da ergeht es einem beim Doppelkopf spielen, ja nur wie im richtigen Leben, denn wer ist schon allein bei seiner eigenen Hochzeit…