Außer dem sogenannten Normalspiel gibt es beim Doppelkopf auch Solospiele. Bei solchen Soli nimmt ein Spieler den Kampf gegen die restlichen drei Beteiligten auf. Der Solospieler ist dabei die Re-Partei, während die anderen drei Spieler die Kontra- Seite bilden. Bei den verschiedenen Arten von Soli – beispielsweise Farbensolo, Bubensolo oder Lustsolo – verändern sich die Trümpfe und Fehlfarben. Wie so einiges andere auch, warten auch die Soli regional mit Unterschieden auf, werden die Soli doch bundesweit verschiedenartig genannt und auch teilweise im Norden anders als im Süden und im Westen anders als im Osten gespielt.

Sollten mehrere Spieler gleichzeitig ein Solo bestreiten wollen, legt die Rangfolge für Solospiele fest, welcher Spieler sein Solo spielen darf. Überdies sieht das offizielle Regelwerk des Deutschen Doppelkopf Verbandes vor, dass jeder Spieler innerhalb der 24 Spiele einer Runde mindestens ein Pflichtsolo bestreiten muss. Dabei muss der Solospieler zum ersten Stich aufspielen. Sollte die Anzahl der noch ausstehenden Spiele der Anzahl der noch zu spielenden Pflichtsoli entsprechen, dann ist der Doko-Spieler an der Reihe, der am nächsten links vom Geber sitzt. Dies nennt man Vorführung. Im Übrigen darf dem Spieler, der mit dem Pflichtsolo dran ist, das Pflichtsolo nicht abgenommen werden. Im Zweifelsfall ist er sogar der Geber seiner eigenen Vorführung, sollte er mit dem Geben an der Reihe sein. Im Normalfall werden bei einem Doko-Solo mindestens acht bis neun Stiche notwendig sein, um es zu gewinnen. Bei einer Spielvariante ohne die Neunen können auch schon ein bis zwei Stiche ausreichend sein, um das Spiel zu gewinnen. Eine Ausnahme beim Doppelkopf spielen bilden aber teilweise Buben- und Damensolo. Hier kann es manchmal auch notwendig sein, zehn Stiche landen zu müssen, um das Spiel zu gewinnen.